Wirbel um Palästinenser-Ausrüstung

Weil die komplette Trainings- und Wettkampfausrüstung der Olympia-Mannschaft aus Palästina beim Zoll in Israel festhängt, muss die sechsköpfige Delegation ständig ihre einzige mitgebrachte Sportkleidung waschen.

Im Notfall werden das Polo-Shirt und der Trainingsanzug auch bei der Eröffnungsfeier am kommenden Freitag im Maracanã-Stadion getragen werden.

„Wir haben dem IOC bereits unsere Situation in einem Brief mitgeteilt und gebeten, uns zu helfen“, berichtete Delegationsleiter Ghayda Abu Zayyad gegenüber dem brasilianischen Internetportal UOL Esporte.

Notfalls müsse man Ersatzkleidung vor Ort in Rio kaufen und mit einem Nationalflaggen-Aufdruck versehen.

Palästina ist nach Atlanta 1996 zum sechsten Mal bei Olympischen Sommerspielen dabei. In Rio starten je zwei Leichtathleten und Schwimmer sowie ein Dressurreiter und ein Judoka.