Selbstverständnis

Wohl morgen wird der Anwalt von Richard Lugner Beschwerde bei der Medienbehörde einbringen, weil der Bundespräsidentschaftskandidat unter dem Vorwand mangelnder Relevanz vom Wahl-Mega-Event „Die 2  im Gespräch“ (20.15 Uhr, ORF2) ausgeladen wurde. Über diese Entscheidung wurde viel geschrieben, sie wurde von Medien ebenso wie von Präsidentschaftskandidaten gescholten.

Wie aber ist die Innensicht des ORF auf diese Causa? Da gibt es die Bewahrer und Beharrer in der Chefetage. Ober auch die freimütige Einschätzung des (ehemaligen TV-Chefredakteurs) und Radiodirektors Karl Amon: „Wir gehen mit Lugner so um wie mit allen anderen Kandidaten. Über alle Kandidaten wird journalistisch korrekt und ausgewogen berichtet, Sonderbehandlungen gibt es für niemanden“, erklärte er der APA. „Die Kandidaten, die 6000 Unterstützungserklärungen geschafft haben, bekommen bei uns die gleichen Auftrittsmöglichkeiten“, sagte auch Radio-Chefredakteur Hannes Aigelsreiter. Und: „Die Länge der Interviews richtet sich nach der Qualität der Aussagen.“

Wer sich fragt, wie öffentlich-rechtliche Selbstverständlichkeit aussieht: Sie lasen es gerade.

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