Papst Franziskus: Keinen „Erfolg um jeden Preis“ anstreben

Papst Franziskus hat bei der Abschlussmesse des Weltjugendtags die rund 2,5 Millionen Teilnehmer aufgefordert, keinen „Erfolg um jeden Preis“ anzustreben. Das Oberhaupt der katholischen Kirche verlangte am Sonntag nahe Krakau, „den Verzicht und ein starkes ‚Nein‘ zum Doping des Erfolgs um jeden Preis und zur Droge eines Denkens, das nur um sich selbst und die eigenen Annehmlichkeiten kreist“.

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Für Gott sei es nicht wichtig, „welches Kleid du trägst oder welches Handy du benutzt“, sagte der Papst. Bei einer Nachtwache am Samstagabend hatte der aus Argentinien stammende Papst die Jugend bereits aufgefordert, ihre Zeit nicht auf dem Sofa vor Computern und Fernsehern zu verbringen. „Liebe junge Menschen, wir sind nicht auf die Welt gekommen, um vor uns hinzuvegetieren“, sagte er, „sondern um Spuren zu hinterlassen“.

Zudem forderte Franziskus die Jugendlichen auf, an „eine neue Menschheit“ zu glauben, „die den Hass zwischen den Völkern nicht annimmt, die die Grenzen der Länder nicht als Barrieren ansieht und die eigenen Traditionen ohne Egoismen und Ressentiments hütet“.

Der Papst hält sich seit Mittwoch in Polen auf. Dabei hatte er die polnische Regierung mehrfach aufgefordert, ihre Flüchtlingspolitik zu ändern.

(APA/AFP)

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