ORF muss in der Früh erste Federn lassen

Sechs Sendetage lang hat „Guten Morgen Österreich“ auf ORF2 die Puls4-Morgenshow „Café Puls“ vor sich hergetrieben. Seit dem Start sanken bei dem privaten Platzhirsch die Quoten. Der ORF, der mit einem starken Werbedruck auf die Sendung aufmerksam machte, freute sich über erste deutliche Erfolge. Vergleicht man die Teletest-Auswertung von 6.00 bis 9.00 Uhr, zeigen sich aber erste Dellen im Fernsehtruck.

Werberelevant

Welche Zielgruppe ist für ORF2 wichtig? Jüngst freute sich der Öffentlich-Rechtliche, dass sich der werberelevante Marktanteil bei den 12- bis 49-Jährigen in der Morgenschiene versechsfacht habe. Für werbefinanzierte Privatsender wie Puls4 ist das die wichtigste Währung. Und hier überholte Puls4 den ORF schon zwei Mal: Am 31. März lag der Marktanteil bei 17 Prozent (ORF: 15,4 Prozent) und am Dienstag sogar bei 23 Prozent. Der ORF fuhr hier seine zweite und wirklich deutliche Niederlage ein: Der Marktanteil bei den 12- bis 49-Jährigen lag da bei gerade einmal 10,75 Prozent. Puls4-Chef Markus Breitenecker dürfte gefeiert haben.

Im Schnitt lag der ORF nach sechs Sendungen mit 19,91 Prozent Marktanteil vor Puls4 (17,66 Prozent).

Deutlich stärker ist der ORF bei der Auswertung über alle Altersstufen, die Privatsender mangels Werberelevanz nicht beachten: Hier lag der Marktanteil im Schnitt bei 28,57 Prozent, bei Puls4 nur bei 14,4 Prozent.

Die nächsten Wochen werden spannend werden, denn hier wird sich zeigen, wo sich „Guten Morgen Österreich“ und „Café Puls“ einpendeln. Der Teich, in dem die Sender fischen, ist jedoch sehr klein: 2015 schauten im Schnitt nur 217.000 zu.

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