Office: Neue Funktionen für Word, Excel, Outlook & Co.

Microsoft Office © COMPUTER BILD

Mit rund 1,2 Milliarden Nutzern weltweit, gehört Microsoft Office zu einem der gefragtesten Programme überhaupt.

Nachdem Microsoft gestern bereits das Jubiläumsupdate für Windows 10 angekündigt hat, legt der Konzern am zweiten Tag mit Neuerungen für sein Office-Paket nach. Dabei hatten die Entwickler rund um Qi Lu, Vize-Präsident bei Microsoft, zahlreiche Verbesserungen vorgeführt, wie Dritt-Entwickler künftig besser eigene Dienste und Daten in Office integrieren.

Smartes Office

Microsoft arbeitet mit Hochdruck daran, auch seine Büro-Suite mit künstlicher Intelligenz auszustatten. Dazu hatte der Konzern bereits im Herbst 2015 den Microsoft Graph ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich im Kern um einen zentralen Dienst, der alle Cloud-Schnittstellen des Konzerns verbindet. Wie jetzt verkündet, bekommt der Dienst nun sechs neue Schnittstellen speziell für Office 365 spendiert. Damit haben Entwickler nun auch die Möglichkeit, Daten aus Office 365 in Anwendungen von Drittanbietern nutzen. Mit Office 365 Connectors lassen sich wiederum Daten aus anderen Anwendungen wie etwa Salesforce, Trello, Twitter oder Zendesk automatisiert in Office-Programmen verwenden. Microsoft demonstrierte die Funktion am Beispiel einer Support-Hotline, die Anfragen über ein Issue-Tracking-System mit Outlook bearbeitet.

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Skype: Mehr Kundenkontakt

Mit dem ebenfalls angekündigten Skype SDK für Web und Apps haben Geschäftskunden nun die Möglichkeit, Skype direkt in die eigene Webseite oder App zu integrieren. So haben Kunden der Firma die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme, ohne eine separate Telefonnummer anrufen oder extra Skype installieren zu müssen.

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Add-ins

Ähnlich wie bei den Add-ons für Firefox und Chrome lassen sich mit den sogenannten Add-ins die Büro-Programme von Microsoft anpassen und um weitere Funktionen auf bohren. Auf der Build 2016 hat Microsoft jetzt angekündigt, dass sich Add-ins zukünftig in Word, Excel, PowerPoint und Outlook fest in die Benutzeroberfläche der jeweiligen Programme einklinken lassen, etwa mit einer eigenen Schaltfläche oder einem Tab. Das ermöglicht eine nahtlose Nutzung der Erweiterungen, so wie als wenn sie zum festen Bestandteil von Office gehören würden. Zusätzlich gab man bekannt, dass die Office Add-ins ab sofort auch in der Mac-Version von Microsofts Büro-Suite funktionieren. Für Firmen und Organisationen interessant: Über das neu eingeführte Add-in Deployment Management-System haben die nun auch die Möglichkeiten, Office-Erweiterungen auf den Rechnern ihrer Mitarbeiter zu installieren, ohne das dazu ein direkter Zugriff auf das Gerät erforderlich ist.

Mehr Add-ins für Excel

Zusätzlich hat Microsoft die Möglichkeiten für Excel-Add-ins ausgeweitet. Dank Hunderte neuer Schnittstellen docken Add-ins mithilfe von JavaScript an rund 300 Excel-Funktionen direkt an. Dank Einführung des neuen Referenz-Style „R1C1“ haben Office-Entwickler mehr Freiheiten bei der der Gestaltung ihrer Add-ins. Aber nicht nur Excel bekommt neue Schnittstellen, auch bei Word Online haben Office-Entwickler nun mehr Möglichkeiten, die verschiedenen Funktionen mit Add-ins anzusprechen.

Add-in Store für Outlook und mehr

In Outlook genügt fortan ein Klick auf den Store-Button, um eine Übersicht gefragter Erweiterungen zu Gesicht zu bekommen, was das entdecken nützlicher Add-ins erleichtert. Nutzer der Online-Version von Outlook finden die Übersicht in den Einstellungen. Mit den Outlook-Modulen steht Entwicklern darüber hinaus eine weitere Spielewiese zur Verfügung. Bei den Modulen handelt es sich laut Microsoft um eine Art abgespeckter Add-ins. Den anders als wie bei den bekannten Erweiterungen laufen die Module direkt innerhalb von Outlook. Darüber hinaus hat Microsoft noch zahlreiche weitere Neuerungen für Office angekündigt, die das Unternehmen in einem eigenen Blog-Beitrag ausführlich beschreibt.

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