Haushaltsenergie: Außer Brennholz und Strom alles billiger

 

Die Ölprodukte erwiesen sich zu Jahresbeginn erneut als stärkster Preisdämpfer. Sprit war zuletzt 2009 so günstig.

 (DiePresse.com)

Günstige Zeiten für die privaten Energieverbaucher in Österreich: Die Preise für Haushaltsenergie sind im Jänner auf den niedrigsten Wert seit sechs Jahren gesunken. Im Jahresabstand wurde Haushaltsenergie um 5,7 Prozent billiger, gegenüber dem Vormonat Dezember um 2,3 Prozent. Dies geht aus dem Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur hervor. Erneut erwiesen sich Mineralölprodukte als stärkster Preisdämpfer: Sprit war zuletzt 2009 so günstig.

Ohne energierelevante Positionen wäre der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) im Jänner im Jahresabstand 1,8 Prozent höher gewesen, so legte er zum Vorjahr um 1,2 Prozent zu, der höchste Wert seit Juli. Gegenüber Dezember ging der VPI 0,9 Prozent zurück.

Sprit: Zehn Prozent günstiger als 2015

Die Spritpreise lagen im Jänner um 9,8 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2015. Dabei verringerte sich der Preis für Superbenzin binnen Jahresfrist um 5,2 Prozent, Diesel wurde sogar um 12,7 Prozent billiger. Damit war Dieselkraftstoff so günstig wie zuletzt im Mai 2009 – also vor mehr als sechseinhalb Jahren -, und Superbenzin kostete so wenig wie zuletzt im Oktober 2009.

Heizöl verbilligte sich im Jahresabstand deutlich. Ebenso wurden Gas und Fernwärme billiger. Der Strompreis stieg gegenüber dem Vorjahr leicht. Die festen Brennstoffen wurden insgesamt im Jahresabstand um 1,8 Prozent kostspieliger

Mit Jänner wurde auch eine Umstellung von EPI und VPI wirksam: Beide Indizes werden nun mit dem Basisjahr 2015=100 berechnet. Die Umstellung von 2010=100 auf 2015=100 erfolgte mit dem Jahreswechsel 2015/16. Der dem VPI zugrunde liegende Warenkorb wird in Fünf-Jahres-Schritten von der Statistik Austria angepasst, um das aktuelle Konsumverhalten der privaten Haushalte abzubilden. Für den EPI wurde damit ab Jänner 2016 eine neue Indexperiode mit dem Basisjahr 2015 berechnet, so die Energieagentur.

(APA)

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